Offener Brief an den Gemeinderat Spreitenbach


Linienführung der Limmattalbahn

PRO Spreitenbach hat sich zum Ziel gesetzt die Interessen der Einwohner von Spreitenbach zu vertreten. In diesem Zusammenhang sind wir von mehreren Personen auf die Linienführung der Limmattalbahn in Spreitenbach angesprochen worden.

Bei genauerem Studium der Vorprojekte fällt auf, dass die Linienführung im Gebiet Spreitenbach bis auf die Höhe der IKEA der Industriestrasse entlang verläuft und erst nachher über das kürzlich vom Souverän bewilligte HGO auf die Landstrasse geführt wird.

PRO Spreitenbach gibt zu bedenken, dass dadurch die Einwohner im Gebiet ab  Grenze Dietikon bis Höhe Steinackerhof ganz klar benachteiligt werden. Unserer Meinung nach wäre es  sinnvoller die Linienführung in Spreitenbach entlang der Landstrasse mit einer Haltestelle auf der Höhe McDonald -  Garage Zürich Tor  vorzusehen um Einzugsgebiet  Seefeld bis Steinackerhof abzudecken. Im ursprünglichen Projekt war dies auch so vorgesehen.  Dies hätte den Vorteil, dass ein grosser Teil des vorgenannten Gebietes einen wesentlich kürzeren Zugang zur Limmattalbahn hätte und auch der Wegfall der Buslinie 303 der VBZ wäre dann kein Thema mehr. Die Begründung des Gemeinderates, dass die Erschliessung der IKEA gemäss Forderung des VCS zwingend sei, stimmt so nicht. Die Feinerschliessung der IKEA (wie vom VCS gefordert) ist bereits durch verschiedene Buslinien gewährleistet. Die Limmattalbahn ist nicht als Feinerschliessung gedacht, sondern sie versteht sich als Zubringer. Die Variante des Gemeinderates mit der Linienführung via Industriestrasse hätte auch erheblich negative Auswirkungen auf den Verkehrsfluss. Würde doch die Industriestrasse mit ihren zahlreichen Kreuzungen sehr häufig durch die Limmattalbahn und diverse Buslinien gekreuzt. Dies ist den Einwohnern aus Spreitenbach, die bereits heute durch die Priorisierung der Verkehrsflüsse zu Gunsten der Einkaufszentren benachteiligt werden nicht zu zumuten.
 
Auch die Linienführung noch näher beim Dorf, sollte wenigstens diskutiert werden. 

Uns von PRO Spreitenbach kommt es so vor, dass die Politik wie schon anfänglich beim HGO über die Köpfe der Stimmbürger hinweg plant und sich nachher wundert dass sich bei der Bevölkerung Opposition regt. Eine offenere Kommunikation seitens der Behörden, vielleicht sogar unter Einbezug der Einwohner, würde hier sicher zu einem besseren Verständnis führen. 

PRO Spreitenbach verlangt daher vom Gemeinderat, unter Einbezug der Bevölkerung, die Linienführung  nochmals zu überarbeiten.

Die Limmattalbahn ist eine gute Sache für die Einwohner von Spreitenbach. Daher sind wir der Meinung, dass alle Einwohner von Spreitenbach von diesem Projekt profitieren können. 

Spreitenbach, 3. August 2011

PRO Spreitenbach